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Autor: mw_admin

Vom Schuldenberg zum „lebenden Bankkonto“: Weg zur finanziellen Sicherheit

Der Ausgangspunkt: Wenn traditionelle Arbeit nicht zum Leben reicht

Som Bahadur Chepang, ein 33-jähriger Kleinbauer aus Gorkha, Nepal, ist ein Paradebeispiel für die sozioökonomische Verwundbarkeit ländlicher Produzenten. Obwohl er unermüdlich auf seinem kleinen, nur 2 Ropani (ca. 1.000 m²) großen Stück Land arbeitete, war sein Lebensunterhalt über ein Jahrzehnt hinweg von extremer Unsicherheit geprägt. Der rein konventionelle Anbau von Gemüse bot keine stabile Existenzgrundlage, da der Landwirt den Marktkräften schutzlos ausgeliefert war.

Die folgende Tabelle analysiert die strukturellen Barrieren, die Som Bahadurs wirtschaftlichen Fortschritt behinderten:

HerausforderungWirtschaftliche UrsacheFolgen für die Familie
Begrenzte Landfläche
(2 Ropani)
Fehlende SkaleneffekteEingeschränkte Kapazität für Subsistenzwirtschaft und Überschüsse für den Markt
MarktvolatilitätMangelnde Lagerkapazität für Gurken und Bohnen; Verkauf unter Wert bei Ernteüberschüssen.Trotz guter Ernteerträge reichten die Erlöse nicht aus, um die Fixkosten zu decken.
MonostrukturTotale Abhängigkeit von verderblichen Gemüsesorten.Ernteausfälle oder Preisstürze führten direkt zur Insolvenz.
SchuldenspiraleFehlende liquide Reserven für Notfälle.Notwendigkeit, sich bei Nachbarn zu verschulden; steigender Zinsdruck.

Das Kernproblem war nicht mangelnder Fleiß, sondern die Unfähigkeit, Werte zu bewahren. Während seine Gurken und Bohnen schnell verzehrt oder zu Tiefstpreisen auf dem Markt verkauft werden mussten, fehlte ein „Puffer-Vermögen“. Harte Arbeit ohne strategische Diversifizierung und Zugang zu stabilen Sachwerten führt oft in einen Teufelskreis, der Armut über Generationen hinweg zementiert.

Der Wendepunkt: Gezielte Investition und Wissensaufbau

Die Transformation begann mit einer Intervention der Tara Namaste Foundation, die über bloße Wohltätigkeit hinausging und auf die Stärkung des Humankapitals setzte. Der Ansatz basierte auf drei komplementären Säulen:

  • Materialien: Bereitstellung von Baumaterialien für einen hygienischen und funktionalen Ziegenstall.
  • Startkapital: Bereitstellung einer Ziege als „biologisches Startkapital“, um einen Zuchtzyklus zu initiieren.
  • Technische Ausbildung: Umfassende Schulung in moderner Tierhaltung und Ressourcenmanagement.

Ein eindrucksvolles Beispiel für den „So-was-Effekt“ dieser Ausbildung ist die Herstellung von Minerallecksteinen aus lokalen Ressourcen. Aus technischer Sicht ist dies eine hocheffektive Intervention: Vor der Schulung litten die Ziegen unter dem sogenannten Pica-Syndrom – ein Zustand, der durch das Lecken von Erde und Schlamm aufgrund von Mineralstoffmangel gekennzeichnet ist. Dies führt zu Parasitenbefall und Wachstumsstörungen. Die Minerallecksteine behoben diesen Mangel; die Tiere wurden widerstandsfähiger, wuchsen schneller und erreichten planmäßig die Geschlechtsreife. Lokales Wissen schlägt hier reines Kapital, da es die Betriebskosten senkt und die Eigenversorgung fördert.

Som Bahadur reflektiert über diesen Lernprozess:

„Ich habe moderne Ziegenzuchttechniken gelernt und wie man Minerallecksteine aus lokalen Ressourcen herstellt. Jetzt sind meine Ziegen gesünder und ich verdiene ein Einkommen durch deren Zucht.“

Diese solide Wissensbasis ermöglichte den Übergang von bloßer Tierhaltung zu strategischer Viehwirtschaft.

Das Konzept des „lebenden Bankkontos“

Die Metapher der Ziege als „lebendes Bankkonto“ ist zentral für die wirtschaftliche Resilienz armer Familien. Im Gegensatz zu Gemüse, das bei niedrigen Marktpreisen sofort verkauft werden muss, fungiert die Ziege als „Wertspeicher auf Beinen“. Der Wert der Herde wächst durch natürliche Fortpflanzung und biologisches Wachstum, unabhängig von täglichen Marktschwankungen.

Der Prozess der Reinvestition und Skalierung folgte einer strengen unternehmerischen Logik:

  1. Vermeidung von sofortigem Konsum: Anstatt die ersten Nachkommen zu schlachten oder zu verkaufen, um kurzfristige Konsumbedürfnisse zu decken, wurde die Herde konsequent erhalten.
  2. Gezielte Herdenvergrößerung: Die Anwendung neuen Wissens senkte die Sterblichkeitsrate bei Jungtieren drastisch.
  3. Wachstum durch Reinvestition: Die Erlöse aus Teilverkäufen wurden genutzt, um weitere Tiere zu erwerben und die Genetik der Herde zu verbessern.
  4. Erfolgreiche Skalierung: Innerhalb von nur zwei Jahren baute Som Bahadur aus einer einzigen Ziege eine Herde von elf Tieren (neun weibliche, zwei männliche) auf.

Mit einem jährlichen Einkommen von über 40.000 NPR aus dem Ziegenverkauf hat er sich eine stabile zweite Einkommensquelle geschaffen. Sein wichtigstes Fazit lautet:

„Wenn die Gemüsepreise niedrig sind, habe ich immer noch meine Ziegen. Meine Ziegen sind meine Bank. Für arme Familien sind Ziegen wie ein Sparkonto.“

Die Dividende der Sicherheit: Bildung und Diversifizierung

Finanzielle Stabilität ist kein Selbstzweck, sondern ein Katalysator für soziale Entwicklung. Die wichtigste Rendite dieser Investition ist die Sicherung von Bildung. Som Bahadurs zwei Kinder besuchen nun regelmäßig die staatliche Schule, da die laufenden Kosten nicht mehr durch gelegentliche Kredite, sondern durch die Gewinne aus der Zucht gedeckt werden.

Ein oft unterschätzter sozioökonomischer Faktor ist die Bewahrung des familiären Zusammenhalts. Vor dem Projekt erwog Som Bahadur, seine Heimat zu verlassen, um als Wanderarbeiter in der Stadt oder im Ausland zu arbeiten – ein Schritt, der oft zu Entfremdung und sozialer Instabilität führt. Der Erfolg auf eigenem Land verhinderte diese Migration.

Die gewonnene Sicherheit stärkte sein Selbstvertrauen und ermöglichte eine weitere Diversifizierung:

  • Ein gelungener Neuanfang: Er pflanzte 300 Akabari-Chilipflanzen an.
  • Der Begleitfaktor: Während ein früherer Versuch aufgrund mangelnden Wissens und fehlender Motivation scheiterte, sicherte diesmal die kontinuierliche Unterstützung der Stiftung – durch Feldbesuche und telefonische Beratung – den Erfolg.

Wahre Existenzsicherung bedeutet, die Freiheit zu haben, langfristige Entscheidungen zu treffen, ohne die lähmende Angst davor, woher die nächste Mahlzeit kommen soll.

Lehren für die Praxis: Was Lernende aus diesem Fall mitnehmen können

Die Fallstudie von Som Bahadur Chepang bietet universelle Erkenntnisse für nachhaltige Entwicklungsprojekte:

  • Wissen vor Kapital: Materielle Hilfe bewirkt nichts ohne das notwendige Know-how. Die Bekämpfung des Mineralstoffmangels (Pica-Syndrom) durch lokales Wissen war der eigentliche Wachstumstreiber.
  • Vermögensbildung statt Konsum: Der Verzicht auf kurzfristige Liquidität zugunsten des Aufbaus einer Herde („Sparkonto“) ist die Grundlage für Wohlstand.
  • Monitoring als Erfolgsgarant: Erst durch regelmäßige Feldbesuche und begleitende Unterstützung wurde aus einem instabilen Experiment ein nachhaltiges Geschäftsmodell (Beispiel: Chilianbau).
  • Soziale Resilienz: Wirtschaftlicher Erfolg sichert die Lebensgrundlage lokaler Familien und verhindert riskante Arbeitsmigration, wodurch das soziale Kapital der Region gestärkt wird.

Som Bahadurs Weg zeigt eindrucksvoll, dass der Übergang von der Verschuldung zur finanziellen Unabhängigkeit kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer Kombination aus strategischem Ressourcenmanagement und kontinuierlicher professioneller Unterstützung.

Von der Armut zur Selbstständigkeit: Wie eine junge Mutter den Kreislauf der Abhängigkeit durchbricht

Die Last der Herkunft und ein Hoffnungsschimmer

Lange Zeit schien das Leben von Kabita Kumal Chepang durch die strukturellen Gegebenheiten ihrer Heimat vorbestimmt. Die junge Frau aus Burtibang im Distrikt Baglung blickt mit gerade einmal 23 Jahren auf eine Bildungsbiografie zurück, die durch bittere Armut jäh unterbrochen wurde. Obwohl sie bis zur 10. Klasse die Schule besuchte, zwang ein Mangel an finanziellen Mitteln ihre Familie dazu, sie aus der Schule zu nehmen – ein Schicksal, das in Nepal oft das Potenzial einer ganzen Generation junger Frauen im Keim erstickt. Etwa fünf Jahre vergingen nach ihrem Schulabschluss, bis Kabita heiratete. Vor zwei Jahren zog sie schließlich in das Haus ihres Mannes. Dort fand sie jedoch keinen Neuanfang, sondern die Fortsetzung der vertrauten Not. Sie traf auf ein altes Haus, dessen Ressourcen kaum zum Überleben reichten. Ihr Ehemann war gezwungen, sein Glück als Gelegenheitsarbeiter weit weg von zu Hause zu suchen, während Kabita bei ihren betagten Schwiegereltern zurückblieb. Das karge Land der Familie lag brach oder wurde von Fremden bewirtschaftet, da es dem Haushalt an Kraft und Mitteln zur Bewirtschaftung fehlte. „Ich war traurig und fragte mich oft, warum ich in eine so schwierige Situation eingeheiratet hatte“, erinnert sich Kabita. Inmitten dieser Resignation stellte sich eine entscheidende Frage: Wie konnte eine einzige Ziege, kombiniert mit dem richtigen Wissen, einen Ausweg aus chronischer Abhängigkeit bieten?

Der Multiplikatoreffekt: Warum eine Ziege mehr ist als nur ein Tier

Der Wendepunkt in Kabitas Leben begann mit einer kleinen, strategischen Hilfestellung. Während ihre Mutter ihr die erste Ziege schenkte, stellte die Tara Namaste Foundation im Rahmen ihres Existenzsicherungsprogramms eine zweite junge Ziege zur Verfügung. In der Entwicklungsökonomie gelten kleine Viehbestände als „lebende Sparkonten“: Sie sind widerstandsfähig, ideal an das anspruchsvolle Gelände in Baglung angepasst und bieten dank ihrer Reproduktionsrate eine natürliche Form des Zinseszinseffekts. Durch konsequente Pflege und den Einsatz effizienter Zuchtmethoden wuchs die Herde innerhalb kurzer Zeit schnell an. Was als Paar begann, hat sich inzwischen zu einer beachtlichen Herde entwickelt, die Kabita eine völlig neue wirtschaftliche Grundlage bietet. „Ich habe jetzt drei weibliche und fünf männliche Ziegen. Ich möchte meinen Ziegenstall erweitern und die Anzahl der Tiere weiter erhöhen.“ Dieser niederschwellige Ansatz ist deshalb so effektiv, weil er es Frauen ermöglicht, direkt in ihrem häuslichen Umfeld produktiv zu werden. Aus einer reinen Subsistenzwirtschaft ist ein Kleinstunternehmen geworden; Kabita verkauft ihre überschüssigen Erzeugnisse nun selbstbewusst auf dem lokalen Markt.

Wissen als wichtigstes Kapital: Mehr als nur Verteilung

Materielle Hilfe allein erweist sich oft als ineffektiv, wenn sie nicht von Bildung begleitet wird. Obwohl Kabita über grundlegendes traditionelles Wissen im Gemüseanbau verfügte, konnte sie ihre Produktivität erst durch gezielte Schulungen auf ein professionelles Niveau heben. Die Stiftung investierte daher konsequent in den Aufbau von Humankapital. Die Schulungen konzentrierten sich auf:

  • Moderne Ziegenhaltung: Fortgeschrittene Techniken für Zucht, Stallhygiene und die Gesunderhaltung der Tiere.
  • Effiziente Landwirtschaft:Methoden zur Ertragssteigerung auf kargen Böden unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.
  • Küchengartenbau: Die Anlage und Optimierung von Gemüsegärten, um den Ernährungsbedarf der Familie zu decken und Markteinnahmen zu erzielen.

Die Architektur der Zukunft: Die Kraft der ersten 1.000 Tage

Ein zentraler Aspekt von Kabitas Wandel ist die Erkenntnis, dass wirtschaftliche Stabilität untrennbar mit der Gesundheit der nächsten Generation verbunden ist. Durch das Programm „Poshan Nanglo“ lernte sie die entscheidende Bedeutung der ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes kennen. Dieses Wissen über Ernährung, Hygiene und Stillpraktiken bildet das Fundament, um den Teufelskreis der Armut langfristig zu durchbrechen. Ihr sechs Monate altes Baby wird nun nach modernen Standards versorgt: Zusätzlich zur Muttermilch erhält das Kind gezielte Beikost und wird jeden Monat zur Wachstumsüberwachung in das Gesundheitszentrum in Beltar gebracht. „Ich möchte nicht, dass mein Kind finanzielle Schwierigkeiten hat oder wegen Geldmangels die Schule abbrechen muss, so wie es mir passiert ist. Deshalb arbeite ich jeden Tag hart für meine Familie und die Zukunft meines Kindes.“

Der Identitätswandel: Von der Abhängigkeit zur Eigenständigkeit

Ihre wirtschaftliche Tätigkeit hat die psychologische Landschaft von Kabitas Leben grundlegend verändert. Während sie früher fast vollständig von den unregelmäßigen Überweisungen ihres Mannes abhängig war, ist sie nun Mitverdienerin. Ein Schlüsselmoment in dieser Entwicklung war die Diversifizierung ihrer Einkommensquellen: Neben der Ziegenhaltung hat sie sich durch den Anbau von Akabare-Chilis eine lukrative Nische auf dem Markt erschlossen. Auch wenn ihr Gesamteinkommen derzeit noch bescheiden ist, hat sich ihre Lebensqualität radikal verändert. Es ist die Vorhersehbarkeit ihrer Einnahmen und die Autonomie, die sie in Notfällen gewonnen hat, die ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen befeuern. Kabita ist keine passive Empfängerin von Almosen mehr, sondern eine aktive Akteurin, die eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Familiendynamik spielt.

Die nächste Hürde: Die Realität der Infrastruktur

Trotz der beeindruckenden Fortschritte bleibt der Weg zur vollständigen Selbstversorgung eine Herausforderung. Empowerment ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess, der immer wieder auf strukturelle Grenzen stößt – in diesem Fall auf den akuten Wassermangel in der Region. Um ihre Landwirtschaft und Viehzucht auszuweiten, plant Kabita bereits den nächsten logischen Schritt: den Bau eines mit Kunststoff ausgekleideten Wasserreservoirs für eine kontrollierte Bewässerung. Dieser konkrete Plan verdeutlicht ihre veränderte Denkweise: Sie wartet nicht mehr auf zufällige Gelegenheiten, sondern erkennt Infrastrukturlücken und sucht aktiv nach Lösungen, um ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Die Geschichte von Kabita Kumal Chepang veranschaulicht eindrucksvoll, was „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der Praxis bedeutet. Es geht nicht um die kurzfristige Linderung von Symptomen, sondern um die Bereitstellung von Startkapital in Kombination mit nachhaltigem Wissen. Eine junge Frau, die einst resigniert ihre schwierige Lebenssituation hinterfragte, ist zu einer entschlossenen Kleinunternehmerin geworden. Die entscheidende Frage für die internationale Gemeinschaft bleibt: Wie muss Hilfe strukturiert sein, damit sie keine neuen Abhängigkeiten schafft, sondern Menschen wie Kabita befähigt, die langfristige Kontrolle über die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft selbst in die Hand zu nehmen?

Update zum Ziegenprojekt – Nachhaltige Hilfe, die weiterwächst

Vor knapp zwei Jahren konnten wir im Chepang-Dorf dieses besondere Projekt starten: 58 Ziegen wurden an 58 Familien übergeben – als Starthilfe für Ernährungssicherheit und ein eigenes Einkommen. Heute dürfen wir mit großer Freude sehen, dass der erste Meilenstein erreicht ist.

Inzwischen wurden 56 gesunde Jungziegen geboren und im Sinne des Projektes an weitere Familien weitergegeben. Zwei Zicklein sind noch klein und bei ihrer Mutter, sie werden übergeben, sobald sie gross genug sind. So wächst die Hilfe Schritt für Schritt weiter – von Familie zu Familie, und hoffentlich von Generation zu Generation.

Die Ziegenzucht soll helfen, die Selbstständigkeit, das Verantwortungsbewusstsein und die wirtschaftliche Stabilität der Familien zu stärken. Die Familien werden auch weiterhin von uns begleitet und unterstützt, wo immer es nötig ist, damit eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensumstände möglich ist.

Wir sind sehr dankbar für diesen Erfolg – und für alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

Dezember 2025 lv

Ein neues Lächeln, ein neuer Anfang für Aksha Chepang

Die fünfjährige Aksha Chepang wurde mit einer Gaumenspalte geboren. Aufgrund dieser Behinderung hatte sie Schwierigkeiten in der Schule und Probleme beim Sprechen und Essen. Bei einem Besuch vor Ort traf die Tara Namaste Foundation (TNF) Aksha und versprach ihrer Familie, ihr zu helfen und die nozwendige  medizinische Behandlung zu erhalten.

Dank der freundlichen Unterstützung und Koordination von Dr. Prakash Kalika Pudasaini und mit Hilfe des Sushma Koirala Memorial Hospital in Sankhu, Kathmandu, wurde Aksha erfolgreich am Gaumen operiert. Nach 13 Tagen im Krankenhaus kehrten Aksha und ihr Vater mit freudigen Herzen und strahlenden Gesichtern nach Hause zurück.

Wir sind allen, die diese lebensverändernde Reise ermöglicht haben, zutiefst dankbar. Ein besonderer Dank gilt Dr. Prakash, dem Chirurgen Dr. Manohar Yadav, der Anästhesistin Dr. Christiane und dem gesamten Team des Sushma Koirala Memorial Hospital. Unser aufrichtiger Dank gilt auch Dr. SSB, MKY, RB und Michael für ihre kontinuierliche Unterstützung und Zusammenarbeit.

Dies war nur die erste Operation, Aksha benötigt noch zwei weitere Operationen, um ihre Gaumenspalte vollständig zu behandeln. Die Tara Namaste Foundation wird weiterhin alle medizinischen Kosten übernehmen, um sicherzustellen, dass sie die vollständige Behandlung und eine bessere Zukunft erhält.

Dezember 2025 lv

Kumari Chepang

Kumari lebt in unserer Chepang Gemeinde mit ihrem Ehemann und ihrer 7-jährigen Tochter. Sie ist Hausfrau und ihr Mann ist Arbeiter mit unregelmäßigem Einkommen. Um ihre Familie zu ernähren, baut sie saisonales Gemüse an und züchtet Ziegen. Außerdem ist sie Teamleiterin der Beltar Group (Ziegenzuchtgruppe Beltar). Kumari ist ehrlich, fleißig und immer daran interessiert, neue Möglichkeiten für ihre Familie und auch für ihre Gemeinde zu entdecken. So kam sie mit der Idee einer Schneiderei auf uns zu.

In ganzen Gemeindegebiet gibt es keine lokalen Schneider, die Kleidung herstellen. So unterstützten wir ihre Idee und ermöglichten ihr die Ausbildung zur Schneiderin.

Kumari begann ihre Schneider-Ausbildung im März 2025 und hat diese nun erfolgreich beendet. Sie ist bestrebt, sich in diesem Bereich zu etablieren. Dafür benötigte sie die entsprechende Ausstattung wie Nähmaschine und Zubehör. Tara Namaste hat mitgeholfen, dies zu ermöglichen und sie freut sich, nun mit ihrem kleinen Business zu starten.

Kumari hat nun die Gelegenheit, sich im Schneiderhandwerk zu etablieren und nachhaltig zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Ein positives Beispiel individueller Direkthilfe für alle Beteiligten.

Besuch im Chepang-Dorf November 2025 – Gemeinsam Zukunft gestalten

Unser Besuch im Chepang-Dorf war geprägt von spürbaren Veränderungen, offenen Begegnungen und viel gegenseitiger Zuversicht. Es ist deutlich zu sehen, wie sich das Dorf Schritt für Schritt weiterentwickelt – getragen vom großen Engagement der Menschen vor Ort und der gemeinsamen Vision für eine nachhaltige Zukunft.

Besonders wichtig ist uns dabei die enge Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft. Nicht für, sondern mit den Menschen möchten wir das Dorf weiterentwickeln, ihre Eigenständigkeit stärken und langfristige Perspektiven schaffen.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist unser Ziegenprojekt: Vor zwei Jahren wurden 58 Ziegen an 58 Familien abgegeben. Inzwischen konnten 56 Jungziegen erfolgreich an weitere Familien weitergegeben werden. Dieser Schneeballeffekt zeigt, wie nachhaltig das Projekt wirkt – Einkommen, Ernährungssicherheit und Verantwortung wachsen gemeinsam.

Auch in der Landwirtschaft setzen wir gemeinsam auf Zukunftssicherheit. So lancierten wir bei unserem Besuch  zwei Pilotprojekte: 110 Avocado-Samen wurden verteilt sowie an acht Familien Abdeckungen für Plastik-Tunnels, die den Anbau widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen, übergeben. Diese Maßnahmen sollen die landwirtschaftliche Produktion verbessern, Ernten sichern und neue Einkommensmöglichkeiten schaffen – auch unter zunehmend schwierigen klimatischen Bedingungen.

Damit erproben wir gemeinsam neue Wege in der Landwirtschaft. Ihre Entwicklung wird sorgfältig begleitet, damit wir aus den Erfahrungen lernen und bei positivem Verlauf weitere Familien davon profitieren können. Die Offenheit, der Tatendrang und die Hoffnung, die wir im Dorf erleben durften, haben uns tief beeindruckt. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort möchten wir diesen Weg weitergehen – Schritt für Schritt, nachhaltig und mit Vertrauen in das, was entstehen kann.

Reisebericht 2025

Besuch im Kinderhaus in Nepal – Ein Grund zur großen Freude

Unser jüngster Besuch im Kinderhaus in Nepal war für uns ein ganz besonderes Erlebnis – voller Freude, Dankbarkeit und Zuversicht. Die Kinder entwickeln sich großartig, und es war wunderbar zu sehen, wie viel Selbstvertrauen, Lebensfreude und Stabilität sie gewonnen haben. Das Haus ist erfüllt von Lachen, gegenseitigem Respekt und einem starken Gemeinschaftsgefühl.

Ein emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung von drei jungen Frauen, die nun in ein selbstständiges Leben entlassen wurden. Dieser Schritt macht uns besonders stolz: Aus einst schutzbedürftigen Kindern sind verantwortungsbewusste, starke junge Erwachsene geworden, die nun ihren eigenen Weg gehen. Dieser Moment zeigt auf berührende Weise, wie nachhaltig und wirkungsvoll unsere gemeinsame Arbeit ist.

Die Freude über diesen Erfolg war bei allen spürbar – bei den jungen Frauen selbst, bei den Kindern, beim Team vor Ort und auch bei uns. Er gibt uns Mut, Kraft und große Hoffnung für die Zukunft.

Wir danken allen von Herzen, die diese wertvolle Arbeit möglich machen und die Kinder auf ihrem Weg begleiten und unterstützen.

Besuch im Chepang-Dorf November 2025 – Gemeinsam Zukunft gestalten

Unser Besuch im Chepang-Dorf war geprägt von spürbaren Veränderungen, offenen Begegnungen und viel gegenseitiger Zuversicht. Es ist deutlich zu sehen, wie sich das Dorf Schritt für Schritt weiterentwickelt – getragen vom großen Engagement der Menschen vor Ort und der gemeinsamen Vision für eine nachhaltige Zukunft.

Besonders wichtig ist uns dabei die enge Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft. Nicht für, sondern mit den Menschen möchten wir das Dorf weiterentwickeln, ihre Eigenständigkeit stärken und langfristige Perspektiven schaffen.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist unser Ziegenprojekt: Vor zwei Jahren wurden 58 Ziegen an 58 Familien abgegeben. Inzwischen konnten 56 Jungziegen erfolgreich an weitere Familien weitergegeben werden. Dieser Schneeballeffekt zeigt, wie nachhaltig das Projekt wirkt – Einkommen, Ernährungssicherheit und Verantwortung wachsen gemeinsam.

Auch in der Landwirtschaft setzen wir gemeinsam auf Zukunftssicherheit. So lancierten wir bei unserem Besuch  zwei Pilotprojekte: 110 Avocado-Samen wurden verteilt sowie an acht Familien Abdeckungen für Plastik-Tunnels, die den Anbau widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen, übergeben. Diese Maßnahmen sollen die landwirtschaftliche Produktion verbessern, Ernten sichern und neue Einkommensmöglichkeiten schaffen – auch unter zunehmend schwierigen klimatischen Bedingungen.

Damit erproben wir gemeinsam neue Wege in der Landwirtschaft. Ihre Entwicklung wird sorgfältig begleitet, damit wir aus den Erfahrungen lernen und bei positivem Verlauf weitere Familien davon profitieren können. Die Offenheit, der Tatendrang und die Hoffnung, die wir im Dorf erleben durften, haben uns tief beeindruckt. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort möchten wir diesen Weg weitergehen – Schritt für Schritt, nachhaltig und mit Vertrauen in das, was entstehen kann.

Rita Chepang – Saran Chepang

Rita Chepang ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Sie hat kein geregeltes Einkommen und kämpft mit psychischen Problemen.

Saran (siehe sep. Bericht) ist der älteste der drei Kinder und mittlerweile 13 Jahre alt. Die letzten Untersuchungen sind abgeschlossen, es sind keine operativen Eingriffe geplant. Mit Hilfe neuer Schuhe (extra Sohle für das kürzere Bein) kann er nun ohne Krücken gehen.

Die Unterstützung für Saran geht weiter. Seine Schulbildung ist wichtig und so werden wir die Mutter unterstützen und die Schulkosten für ihn übernehmen.

Es ist ein grosser Wunsch von Rita, ihre Einkommensmöglichkeiten mit Ziegenzucht zu verbessern. Aus unserem Programm wird sie eine junge Ziege erhalten und wir unterstützen weiter mit zwei zusätzlichen Ziegen. Sie ist motiviert und die Unterkunft für die Ziegen steht bereit.

Dank Unterstützung einer Schweizer Spenderin können wir dies ermöglichen.

Dezember 2024 lv

Die Geschichte von Saran Chepang

Saran, ein 10jähriger Junge aus der Chepang Gemeinde in Ghyalchowk, hatte 18 Monaten vor unserem ersten Treffen einen Unfall. Er hatte offensichtlich mehrere Knochenbrüche, die aufgrund von fehlender medizinischer Ver-sorgung nicht fachgemäss behandelt wurden. Er kann seither nicht mehr gehen, das rechte Bein ist massgeblich kürzer weil der Oberschenkelknochen oberhalb der Hüftpfanne angewachsen ist und den rechten Arm kann er nicht mehr biegen, weil das Ellbogengelenk stark beschädigt wurde. Sarans Schule ist 20 Fussminuten entfernt und auf unwegsamem Gelände erreichbar. Dies hatte zur Folge, dass er die Schule nicht mehr besuchen konnte. Ausserdem hatte er eine offene Wunde am Oberschenkel, die ständig entzündet war und nicht heilte.

Wir haben Saran bei unserem Besuch im Oktober 22 das erste Mal getroffen. Schnell war klar, dass ihm geholfen werden muss. Körperlich versehrt und dazu ohne Schulbildung würde seine Zukunft düster aussehen.

Nach Absprache mit ihm und seiner Mutter wurde Saran in ein Spital in Kathmandu gebracht, wo seine Wunde angemessen medizinisch versorgt und Untersuchungen zu seinem Gesamtzustand ausgeführt wurden. Die Ärzte diagnostizierten Knochentuberkulose, diese wurde medikamentös behandelt, was ein Jahr gedauert hat.

Nach ein paar Tagen wurde Saran mit Krücken versehen aus dem Spital entlassen. Er lebt nun wieder mit seiner Familie und wird alle zwei Tage von der lokalen Gesundheitsverantwortlichen medizinisch versorgt. Inzwischen ist seine Wunde zugewachsen und er ist dank zusätzlichen, proteinreichen Lebensmitteln wie Eiern und Bohnen kräftiger geworden. Mit Hilfe der Krücken ist es ihm nun möglich, die öffentliche Schule wieder zu besuchen.

Inzwischen hat Saran die Krücken durch neue Schuhe ausgewechselt. So kann er sich ohne diese bewegen, was ihm sichtlich besser gefällt und einfacher ist für ihn.

Im Frühjahr 2025 hat Saran das dritte Schuljahr abgeschlossen und müsste nun eine andere Schule besuchen, die sich noch weiter weg von seinem Zuhause befindet. Für Saran wäre das aufgrund seiner Beeinträchtigung schwierig.

Dank unseren lokalen Beziehungen hat das Disabled Newlife Center (eine lokale NGO) in Kathmandu Saran im April 2025 aufgenommen. Er ist dort gut aufgehoben und für eine gute Schulbildung ist gesorgt, was für seine Zukunft äusserst wichtig ist. Saran ist glücklich dort und auch seine Mutter ist dankbar und freut sich für ihr Kind. Wir werden Saran auch in Zukunft begleiten und für ihn da sein.

Update Mai 25 lv

Zur Sicherung des Lebensunterhalts

Seit unserem Besuch im Oktober 2023 wurde in der Gemeinde einiges umgesetzt oder in die Wege geleitet.

58 Mitglieder der ersten vier «Ziegenzuchtgruppen» haben im Dezember an der Schulung zur kommerziellen Ziegenzucht teilgenommen. Die Teilnehmer*innen (10 Männer, 48 Frauen) wurden von einem lokalen Experten für Viehzuchtentwicklung über die Anforderungen für die Ziegenhaltung geschult. Themen waren Verhaltensweisen, Haltung, Fütterung, Krankheiten etc. der Tiere.

Aus dieser Gruppe wurde ein Ausschuss von fünf Personen gebildet. Dieser Ausschuss steht den Mitgliedern der Gruppe für Fragen in Bezug auf die Ziegenhaltung, Versicherungsfragen sowie für Hilfe beim Bau des Ziegenstalls zur Verfügung.

Bevor die Ziegen an die Familien verteilt werden, müssen erst die Ställe instand gestellt oder neu gebaut werden. Die bestehenden Anlagen wurden bei einer Begehung überprüft und die notwendigen Anpassungen besprochen. Offerten für das benötigte Material wurden eingefordert. Nach Vorliegen des erforderlichen Anforderungsschreibens des Bezirksamtes kann mit den Arbeiten begonnen werden.

Ebenso wurde ein Projektmanagement- und Überwachungssausschuss unter der Leitung des Vorsitzenden des Bezirks gegründet. Weiter bilden je ein Mitglied aus jeder Züchtergruppe, Vertreter der Tara Namaste Foundation sowie der Veterinär diesen Ausschuss. Dieser Ausschuss entscheidet über die Durchführung des Projektes und wird alle 4 bis sechs Monate tagen. Nach Ablauf der von Tara Namaste festgelegten Projektdauer (insgesamt 3 Jahre) wird dieser Ausschuss für die Weiterführung des Projekts sorgen.

Die Auswirkungen werden nach Ablauf des Projekts bewertet. Dafür wurden in der Gemeinde nach dem Zufallsprinzip je sieben Haushalte aus den vier Gruppen mit Ziegen und sieben Haushalte mit Hühnern für die Studie ausgewählt. Der aktuelle Stand von 28 Haushalten wurde bereits erhoben und wird jetzt ausgewertet.

Eine gute Vernetzung und gutes Einvernehmen mit den örtlichen Behörden ist unerlässlich. Deshalb wurde das Projekt verschiedenen Behördenvertretern vorgestellt. Wir dürfen auf die Unterstützung sämtlicher lokalen Behörden zählen.

Zurzeit werden verschiedene Ziegenfarmen besucht, um gesunde Tiere zu finden. Nachdem die Behausungen für die Tiere fertiggestellt sind (Februar/März) dürfen die ersten Ziegen dann bei den Familien Einzug halten.

Adresse

Hauptsitz:
Tara Namaste Foundation
c/o CSC Company Structure Consulting AG
Landstrasse 63
9490 Vaduz


Kontakt Schweiz:
Tara Namaste Foundation
Lilo Veraguth-Holenweger
Waltenschwilerstr. 16a
5610 Wohlen

Spenden

Spendenkonto
Liechtensteinische Landesbank AG
FL-9490 Vaduz

IBAN: LI63 0880 0562 1502 1200 1
BIC / SWIFT: LILALI2X

Begünstigte:
TARA NAMASTE FOUNDATION
c/o CSC Company Structure Consulting AG
Landstrasse 63, FL-9490 Vaduz